French Kitsch
Stefan Hussong – Akkordeon
Stefan Preyer – Kontrabass
Mike Svoboda – Posaune
Ja, ohne jeden Zweifel gibt es sie: jene wirklich „schönen“ Melodien – wie etwa die, die zu Beginn des letzten Jahrhunderts in Paris entstanden sind. Heute hören wir sie nach gefühlten tausend Jahren sentimentaler Filmmusik oft mit einer gewissen Ratlosigkeit, wie sie auf der Kante zwischen Kitsch und Kunst hin und her rutschen, weil sie einfach „zu schön, um wahr zu sein“ scheinen. Aber heißt das, dass sie für die Welt der ernsten Musik auf immer verloren sind? Können wir sie uns nicht vielleicht einfach wieder auf der Zunge zergehen lassen – ohne schlechtes künstlerisches Gewissen? French Kitsch – hemmungsloser Musikgenuss.
Stefan Hussong (Köllerbach/Saar) war Stipendiat der Studienstiftung, des DAAD, der Akademie Schloss Solitude und der Kunststiftung Baden-Württemberg. 1987: 1. Preis beim Internationalen Gaudeamus Interpreters Competition. Konzerte u.a. mit OSR, Musikfabrik, Ensemble Intercontemporain/Modern, Klangforum Wien, RSO Saarbrücken, Tokyo Shin Nippon Philharmonie. Professor in Würzburg. Echo Klassik 1999; DENON-Cage-CD „Best record of the year“. FonoForum: „einer der besten Interpreten“.
Stefan Preyer (*1979 Innsbruck) startete als Knabensopran und war Sopransolist der Wiener Sängerknaben. Nach dem Stimmbruch Kontrabass-Studium am Tiroler Landeskonservatorium, an der HfMT Köln und der UdK Berlin. Seit 2007 Solo-Kontrabassist des Kammerorchesters Basel; Zusammenarbeit mit Giovanni Antonini/Il Giardino Armonico. Gast u.a. Deutsche Kammerphilharmonie Bremen, Akamus Berlin, Ensemble Resonanz. Jazz/Performance/Impro mit Die Freakshow, Grammophon, Trio Oron/Dangel/Preyer. International konzertierend, regelmäßige Aufnahmen.
Mike Svoboda ist Komponist und Dirigent. Als Posaunist: über 40 Jahre Bühnenerfahrung, zahlreiche Uraufführungen. Musik zwischen Jazz, Improvisation, Minimal Music und Experiment; das Publikum steht im Zentrum. 1960 auf Guam geboren; 1984–96 Zusammenarbeit mit Karlheinz Stockhausen. 2024/25 Residenz Schwetzingen (UA Oper „Adam und Eva“); 2025/26 Linz-Erstaufführung, neue Werke für Kammerorchester Basel & SWR Vokalensemble; 5/2026 Solo-Show „Abgeblasen“. Auszeichnungen u.a. Schneider-Schott-Preis (2000), Preis der Deutschen Schallplattenkritik (2005). Verlag: Boosey & Hawkes.